Annette Braschs Objekte orientieren sich auf der Streuobstwiese "Gut Karlshöhe" Hamburg an der natürlichen Umgebung.

Ihre Arbeit "Wucherungen" beschäftigen sich mit den Auswüchsen einer Natur, die aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Ein kurzes Innehalten:

Diese Streuobstwiese gibt bedrohten Tier-und Pflanzenarten ihren natürlichen Lebensraum zurück. Beispielsweise leben hier 276 Käferarten, davon 103 in Alt-und Totholz.

Aufgeladen von dieser natürlich gesunden Stimmung entwickelte Annette Brasch ihre plastischen Gebilde aus Draht, Polyurethan und Netzen.

"Wucherungen" sind krebsartige Geschwüre, ein unkontrolliertes Wachstum von Gewebe.

Kokonartige Gebilde weisen auf Metamorphosen hin.

Mir geht es nicht darum, die Natur abzubilden, vielmehr verweise ich auf ein ambivalentes Verhalten im Alltagsleben in Bezug zu unserer Lebensgrundlage Natur."

Mit den entstandenen Drahtkokons antworte ich auf reale Entwicklungen in der Beziehung Mensch und Natur. Entstanden sind fast poetisch geschwungene Linien aus Draht, verwoben mit geschwulstartigen Gebilden aus Polyurethan, d.h. Objekte, die gleichermassen anziehend, wie abstoßend wirken.

 

 

Draht, Netze, Polyurethan, Farbe, 100 x 55 x 45 cm